oh, bringt mich nicht dazu, von Religion anzufangen! Ich mache mir immer sehr viele Feinde wenn ich als ersten Satz über Religion sage, dass an eine Religion zu glauben das dümmste ist, was man tun kann. Inzwischen habe ich mir angewöhnt anstatt dieser kontroversen Aussage zu sagen "ich bin gläubiger Atheist" das halten die meisten für paradox, weil die meisten Atheismus mit Nihilismus verwechseln, aber Atheismus heisst nicht, an gar nichts zu glauben, sondern zu glauben, dass Gott nicht existiert!

Zu dieser Überzeugung bringen mich im Grunde zwei Punkte:
1. das Verhältnis von Religion zur Wissenschaft (meiner Religion)
2. die Entwicklungsgeschichte der Religionen

zum Verhältnis von Religion zur Wissenschaft
erstmal möchte ich einen Gegenbeweis für Gottes Existenz anbringen: Wenn Gott allmächtig ist, kann er dann einen Stein erschaffen, den er selbst nicht heben kann?
- ja? dann kann er den Stein nicht heben und ist damit nicht allmächtig
- nein? dann kann er ihn nicht erschaffen und ist damit nicht allmächtig
Naja, aber jede Logik wird von Religionen ja ausgehebelt mit schwachsinnigen Behauptungen in der Richtung "Gott kann man mit Logik nicht erfassen" "Gott vereinigt in sich alle Gegensätze" und son Scheiss... Tatsache ist, dass die Wissenschaft im laufe der Jahrhunderte nahezu alle Behauptungen von Wundern, Zorn Gottes o.Ä. widerlegt hat - was ja auch der Grund dafür ist, dass die Religion der Wissenschaft über Jahrtausende im Weg stand und sie sogar verbieten wollte - die Wissenschaft könnte die Religion früher oder später vollends widerlegen - lieber unterdrückt man die Wahrheit, hält die Menschen dumm und damit gefügig.

zur Entwicklungsgeschichte von Religionen
Also wie sich die heute üblichen Religionen entwickelt haben, will ich jetzt nicht ins Detail erklären, sondern einfach den Artikel aus der PM zum Download stellen. Was schließe ich daraus? Religionen nahmen ihren Anfang mit Versprechungen von genau dem, was die Menschen hören wollten - das Clevere daran ist, dass diese Versprechungen erst NACH dem Tod erfüllt werden sollen, wenn es für Reklamationen zu spät ist und man nichtmal mehr andere warnen könnte...
Wenn uns dabei das Märchen von Adam und Eva eins gelehrt hat, dann dass Gott ahnungslose Mitläufer bevorzugt, die ohne Hinterfragung tun was man ihnen sagt, was ja praktischerweise sehr im Sinne der Erfinder des Christentums ist. "Tu was ich dir sage, hinterfrage es nicht, dann wirst du nach dem Tod belohnt"

Insbesondere halte ich Seelenwanderung und ein Leben nach dem Tod für Unsinn. Angenommen, Seelen würden nach dem Tod wandern und auf jemand anderen übergehen... dann wäre nach Schubfachprinzip Bevölkerungswachstum unmöglich, was wie wir alle wissen, nicht unmöglich ist...
Eine nicht-Existenz eines Lebens nach dem Tod war mir früher undenkbar. Damals konnte ich mir nicht vorstellen, aufzuhören, zu denken. Ich dachte, wenn man stirbt, ist man höchstens in einem endlosen schwarzen Nichts, aber irgendwo müssten ja noch die Gedanken sein... eine Vorstellung davon, wie es ist, aufzuhören, zu denken, habe ich seit ich mal einen epileptischen Anfall hatte. Seitdem bin ich der Überzeugung, dass es kein Leben nach dem Tod gibt...

Religionen haben aber durchaus ihr gutes!
Ich bevorzuge, mich in meinem Handeln nach Kant zu richten, aber da es ja nicht viele Menschen gibt, die sich freiwillig nicht wie die letzten Arschlöcher einander gegenüber verhalten, muss man sie mittels Einschüchterung (Drohungen von der Hölle) dazu bringen, -A-B-E-R- die Menschheit ist so etwas von dämlich, dass sie anstatt das zu tun, was die Erfinder der Religionen von ihnen wollten (nett zu einander zu sein) anfangen, sich mit den Menschen zu bekriegen, die das "seid nett zu einander" in einem anderen Buch lesen.

Eine weitere provokative Aussage, die ich öfter mache ist, dass Gott der Teufel und der Teufel Gott ist, weil der Teufel ja geduldig alle aufnimmt, die wollen, Gott einen hingegen erpresst, zu tun was er verlangt... ausserdem sage ich gerne solche Sachen wie "sogar Satanismus ist gar nicht so verkehrt" - So ziemlich jede Religion hat Vor- und Nachteile. Die Gebote sind dabei meistens sehr interessant als quasi Zusammenfassung der Aussage der Religionen und da sind sogar beim Satanismus sinnvolle dabei. Dort ist Dummheit und Mitläuferei eine "Sünde" - also das was beim Christentum praktisch schon Voraussetzung ist *lol* ausserdem gefällt mir die Hauptaussage des Satanismus: "Satan ist der beste Freund der Kirche", was ich völlig richtig finde, denn Satan ist ja der, wegen dem die Kirche so erfolgreich ist, weil sie den Menschen Angst vor ihm macht... Die beste Religion finde ich da noch den Buddhismus - der basiert zwar auch auf nem unsinnigen Glauben (an die Wiedergeburt) aber die Einstellung "tu was du willst und leb mit den Konsequenzen" gefällt mir und ich mag seine "Gebote".

zum Thema Religion empfehle ich 2 Filme: Dogma und das Leben des Brian. Die beiden Filme regen zur kritischen Auseinandersetzung mit der Religion an... Und lest euch mal das hier durch: BibelWoertlich.pdf